Dienstag, 23. Dezember 2014

Das Comeback des Jahres: Post aus meiner Küche ist wieder da!

Über dieses Comeback habe ich mich wirklich sehr gefreut! Die tolle (und vor allem leckere) Tauschaktion "Post aus meiner Küche" geht in eine neue Runde! Ihr habt ja vielleicht auf Instagram oder Facebook schon den ein oder anderen Post von mir gesehen, jetzt kläre ich das Ganze mal auf und verrate Euch auch die Rezeptchen.Vor ein paar Jahren habe ich bereits mit Kolleginnen bei der Aktion mitgemacht und fand es damals schon spitze, sich gegenseitig zu überraschen.

Der lieben Monja habe ich folgende Leckereien eingepackt: 
> Friesentaler und dazu passend ein paar Beutel Ostfriesentee
> Schweizer Schoggi-Kugeln (das Rezept habe ich hier schon gepostet) und dazu Ovomaltine Pulver
> selbstgemachte beschwipste Rumkugeln (die easypeasy Anleitung findet ihr hier)
> handmade Schokolade mit rotem Pfeffer

Für die Schokolade kommt jetzt hier die flotte Anleitung:
Zutaten für 1 Tafel:
> 300 g weiße Kuvertüre
> ein Tröpfen Lebensmittelfarbe (in diesem Fall Pink)
> eine Handvoll roter Pfefferkörner


Schritt für Schritt:
1. Kuvertüre klein hacken und über dem Wasserbad schmelzen.
2. Eine flache Form (oder ein flacher, länglicher Teller) in Größe einer Tafel Schokolade mit Frischhaltefolie auslegen.
3. Die Hälfte der geschmolzenen Schokolade in die Form gießen. Den verbleibenden Rest mit der Lebensmittelfarbe mischen und dann ebenfalls in die Form geben.
4. Mit einer Gabel oder einem Holzspieß Schlieren durch die Schokoladenmasse ziehen, bis das gewünschte Muster erreicht ist.
5. Pfefferkörner darauf verteilen und leicht andrücken.
6. Und jetzt zum Festwerden ab in den Kühlschrank (mindestens 1 Stunde). Feeertig!

Hier könnt ihr wirklich herum spinnen und die Zutaten nehmen, auf die ihr Lust habt! Vielleicht Schokolade mit Rum-Rosinen? Oder mit Nüssen? Oder wie wäre es mit Popcorn?

Aber der absolute Knaller war das Paket von Monja. So liebevoll verpackt, gebastelt, gebacken, ... Und mit so vielen Details versehen: Kerzen, Zimtstangen, zwei Trinkbechern, ... Ich war wirklich baff als ich eine Überraschung nach der anderen auspackte. Mal schauen, ob ich alles zusammenbekomme:
> Orangentaler
> Zitronenkekse
> Kekschen mit Grand Marnier
> selbstgemachtes Karamell mit Schoko, Vanille oder Cranberry
> Aprikosenplätzchen
> Cranberry Schnecken

Und was soll ich sagen: alles ist oberlecker! Wir haben uns direkt ans Probieren gemacht und es ist alles suuuuper köstlich! Ich hätte jetzt gerne jeden Monat so ein Paketchen! :-)

Lieben Dank an die Organisatorinnen (Clara, Jeanny und Rike) und an AEG für das Aufleben-lassen dieser fantastischen Aktion! Ich hoffe, auch im nächsten Jahr gehts mit PAMK wieder weiter! 

Samstag, 20. Dezember 2014

psssst, Familienrezept! Hier gibts Schweizer Schoggi-Kugeln

Regelmäßig bekommt mein Freund Post von seiner Mutter aus der Schweiz zugeschickt. Ich muss gestehen, ein wenig Neid macht sich breit, wenn ich wieder ein Kuvert von ihr im Briefkasten entdecke. Doch, haha! Letztens war ein Brief an mich adressiert: Wie ich mich gefreut habe! Und beim Lesen dann gleich doppeltes Glück: Meine liebe Schwiegermama in spe hat mir ein Familienrezept verraten! Weihnachtskekse, die die Oma immer gebacken und die mein Freund als Kind verschlungen hat. Ich war wirklich gerührt!

"Gut Ding will Weile haben" - ein Spruch, der insbesondere für diese Schweizer Schoggi-Kugeln gilt. Hier braucht man Ausdauer und vor allem Beherrschung, um nicht schon vorher in die köstlich duftenden kleinen Bällchen zu beissen.


Rezept für rund 30-40 Guetzli:
> 250 g geriebene Mandeln
> 2 Eier
> 200 g Zucker
> 125 g geriebene dunkle Schokolade
> 2 EL Mehl
> eine kleine Schale mit Puderzucker

Los gehts:
1. Die Eier mit dem Zucker schaumig rühren.
2. Alle weiteren Zutaten (außer dem Puderzucker) dazu geben.
3. Aus diesem Teig kleine, nussgroße Kugeln formen und im Puderzucker wenden.
4. Auf einem Backblech mit Backpapier ausgelegt ca. 2-3 Stunden kühl stellen.
5. Danach bei schwacher Hitze (ca. 150° C) etwa 20 Min. backen.
Wichtig: Die Kugeln müssen beim Backen aufspringen.

Die Kugeln waren übrigens ein Bestandteil meines "Post aus meiner Küche"-Pakets. Die weiteren Zutaten verrate ich Euch nach und nach auch noch!



Donnerstag, 18. Dezember 2014

Winter Weihnachts-Land bei #ichbacksmir - Rezept für einen Rotweinkuchen

Woohoo, eine neue Runde bei Claras "ichbacksmir" und ich bin auch mal wieder mit dabei. Die letzten Themen waren nicht immer meins, oder ich habe es schlicht verschwitzt. Umso schöner war es, als ich das aktuelle Motto "Weihnachtskuchen" gelesen habe und direkt wusste, dass es nur diesen Kuchen für mich bedeuten kann: Rotweinkuchen. Mit kleinen Schokostückchen und feinem Zimt ist der Kastenkuchen absolut winterlich und dank einem Schuss Rotwein auch super saftig.

Und los gehts mit dem Rezept:

Zutaten für eine Kastenform (30 cm)
> 100 g Zartbitter Schokolade
> 200 g Butter (vorher aus dem Kühlschrank nehmen, wir brauchen weiche Butter)
> 200 g Zucker
> 250 g Mehl
> 4 Eier (Größe L)
> 1 TL Zimt
> 2 TL Kakaopulver (oder, ihr wisst was kommt, Ovomaltine-Pulver)
> 150 ml Rotwein
> 1/2 Pk Backpulver

Schritt für Schritt zum Rotweinkuchen-Glück:
1. Eier trennen, Eiweiß steif schlagen und Eigelbe separat stellen.
2. Schokolade klein hacken und parat stellen.
3. Butter zusammen mit dem Zucker in einer Rührschüssel (oder Küchenmaschine) cremig rühren.
4. Eigelbe einzeln nacheinander dazu geben.
5. Mehl mit Backpulver, Schokolade, Kakaopulver und Zimt vermischen und zum Teig dazugeben.
6. Rotwein vorsichtig dazu geben (achtung Spritzer!) und weiter rühren.
7. Als Letztes noch das geschlagene Eiweiß drunter heben und die Teigmasse in eine gefettete Kastenform füllen.
8. Für eine Stunde bei kuscheligen 180 °C in den Ofen stellen. Auskühlen und dann aus der Form holen.







Samstag, 6. Dezember 2014

Ihr Kinderlein kommet - es gibt Basler Brunsli! Rezept für Weihnachtsguetzli


Okay, meine erste Assoziation, als ich "Basler Brunsli" hörte, ging eher in die Tierwelt und ich dachte irgendwie an Elche ... Aber weit gefehlt: Bei diesem niedlichen Namen handelt es sich um typische Schweizer Weihnachtskekse (Guetzli). Ein Tipp, den ich vom Schwiegerpapa in spe erhalten habe, als wir ihn nach klassischen Rezepten fragten. Und getreu dem Schweizer Klischee: auch diese Kekse sind etwas langsam und benötigen viel Ruhezeit ;-)



Zutaten für etwa 40 Guetzli:
> 150 g gemahlene Mandeln
> 150 g Puderzucker
> 50 g Kakaopulver (Tipp: Ovomaltine Pulver)
> 2 Eiweiß (Ei Größe L)
> 1 EL Kirschwasser (oder wer auf Alkohol verzichten möchte, nimmt Kirschsaft)
> 1 TL Zimt (wichtig: Bio-Zimt!)
> 1/2 TL Nelkenpulver

Und so gehts:
1. Eiweiß steif schlagen.
2. Alle weiteren Zutaten nach und nach in einer Schüssel vermengen, Eiweiß darunter heben.
3. Teig rund eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen und dann auf ein Blech (mit Backpapier ausgelegt) geben.
4. Jetzt braucht der Teig noch eine Ruhephase: mind. 1 Stunde bei Zimmertemperatur trocken lassen.
5. Nun den Ofen auf 180 Grad vorheizen und die Kekse auf der obersten Schiene 5 Minuten backen.
6. Abkühlen lassen und dann mit Keksformen ausstechen. Fertig!


Sonntag, 30. November 2014

Advent, Advent! Rezept für winterliche Lebkuchen-Brownies

Also um ehrlich zu sein, bin ich eigentlich ein ziemlicher Weihnachtsmuffel. Ich kann mit der meist kitschigen Deko, Adventskränzen, Glühwein und Weihnachstmärkten nichts anfangen. Mir ist das alles zuviel Rummel, Gewusel, Getue für eine doch so gemütliche Zeit. Viele viele Jahre hatten wir zuhause keinen Weihnachtsbaum, erst seit kurzer Zeit gibts bei uns einen immergrünen, sehr symmetrisch gewachsenen, Steck-Baum :-) Anders verhält es sich natürlich mit der Weihnachstbastelei und -bäckerei. Mindestens einen Adventskalender im Jahr muss ich basteln. Und für Süßes bin ich ja sowieso immer zu haben. Ich liebe es, wenn Lebkuchen-Duft durch die Küche strömt und mit klebrigem Zuckerguss die Kekschen verziert werden. Für alle, die auch auf diesen köstlichen Lebkuchen-Duft abfahren, hab ich heute ein Rezept in petto: Lebkuchen-Brownies.

Zutaten für rund 25 Brownies:
> 200 g Zartbitter-Kuvertüre
> 250 g Butter
> 250 g Zucker
> 220 g Mehl
> 5 Eier (M)
> 1 TL flüssiges Vanillearoma
> 2 TL Lebkuchengewürz
> 200 g gemahlene Haselnüsse
> eine Prise Salz
> etwas Puderzucker zum Dekorieren

Und so gehts:
Backofen auf 180 Grad vorheizen.
1. Butter zusammen mit der Kuvertüre in einen Topf geben und bei niedriger Temperatur und stetem Rühren verschmelzen.
2. Eier und Zucker in eine Schüssel geben und mind. 5 Minuten cremig rühren.
3. Vanillearoma und Lebkuchengewürz dazu geben und weiter rühren.
4. Kuvertüre, Mehl und Nüsse nach und nach dazu rühren.
5. Backblech mit Backpapaier auslegen und den Teig gleichmäßig darauf verteilen. Auf mittlerer Schiene im Ofen etwa 20 Minuten backen.
6. Nach dem Backen etwa eine Stunde abkühlen lassen und entweder den Teig in kleine Rechtecke schneiden oder mit weihnachtlichen Form ausstechen. Zum Schluss mit etwas Puderzucker bestäuben! 



Sonntag, 23. November 2014

Weihnachtliches Dessert: Rezept für Mascarpone-Orangen-Crème mit Pepparkaka

Seit meinem letzten Rezept hier auf dem Blog ist wirklich eine Menge Zeit verstrichen ... Ich könnte jetzt eine ganze Reihe an Ausflüchten auflisten, bin aber ehrlich und gestehe, dass mir schlicht die Motivation gefehlt hat. Aber gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit, in der das eigene Zuhause der gemütlichste Ort der Welt ist, binde ich mir immer häufiger die Schürze um und backe kleine Weihnachtsnaschereien. Seit ein paar Jahren bin ich für den Nachtisch an Weihnachten verantwortlich und probiere im Vorfeld verschiedene Dessertvarianten aus. Hier habe ich heute ein Rezept für einen meiner Favoriten in diesem Jahr: eine Mascarpone-Orange-Crème mit Pfefferkuchen.


Zutaten für 4 Portionen:
> 10 Pepparkaka, plus 2 zum Dekorieren (gibt es z.B. bei Ikea)
> 250 g Mascarpone
> 250 g Natur-Joghurt
> Saft von einer Orange
> 1 Pk. Vanillezucker
> 1 TL Zimt
> Je nach eigenem Geschmack noch etwas zusätzlichen Zucker

Der schnelle Weg zur Nachspeise:
1. Orange halbieren und auspressen. Saft zusammen mit Mascarpone, Natur-Joghurt, Vanillezucker und Zimt in eine Rührschüssel geben.
2. Mit einem Schneebesen aufschlagen, bis es eine homogene Masse ergibt.
3. Probieren, ob die Crème für den eigenen Geschmack süß genug ist, ansonsten noch zusätzlichen Zucker hinzugeben.
4. Pfefferkuchen in einen Gefrierbeutel geben und mit einem Nudelholz klein hacken.
5. Pepparkaka unter die Crème heben und in vier Gläser abfüllen (ich nehme hierfür alte Bonne-Maman-Gläser).
6. Ab in den Kühlschrank, bis der Besuch kommt und kurz vor dem Servieren noch mit einem halben Pfefferkuchen verzieren.







Dienstag, 21. Oktober 2014

Warum hier so lange nichts los war und warum man mehr auf sein Bauchgefühl hören sollte!

Hui, ich sehe schon kleine trockene Strohballen über den Blog wehen (ihr kennt diese Filmsequenz?), so lange ist hier schon nichts mehr passiert. 
Viel Gewusel bei der Arbeit, mein 30. Geburtstag (inzwischen kann ich die Zahl 30 schreiben, ohne mich jedes Mal zu erschrecken) und eine spontane Entscheidung haben in letzter Zeit meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen. 

Paleo ist seit eineinhalb Monaten vorbei und ich bin einerseits sehr froh, wieder ohne viel nachzudenken in die Supermarktregale greifen zu gönnen. Andererseits verfalle ich auch wieder in schlechte Angewohnheiten. Kakao, Brötchen und Süßigkeiten schleichen sich tückisch an und werden verputzt. Aber bemerkenswert: Ich bin schneller satt, brauche nur noch kleinere Portionen und auch bei Schokolade reichen mir zwei Stücke und dann ist genug. 

Doch was mir Paleo am meisten gebracht hat: die Beschäftigung und kritische Auseinandersetzung mit Lebensmitteln. In den 30 Tagen habe ich sehr genau hingeschaut, was sich in den einzelnen Nahrungsmitteln versteckt, was gut und böse ist und welche Reaktionen einzelne Lebensmittel hervorrufen. Diese Konzentration auf die Ernährung hat mir super viel Spaß gemacht und etwas in mir ausgelöst, mich motiviert. 

Bei der Arbeit habe ich das große Glück mich ebenfalls sehr viel mit Food & Beverage beschäftigen zu dürfen. Und mir wurde klar: Ich will hier noch tiefer einsteigen, will hier noch mehr lernen. Also habe ich mich schlau gemacht, welche Möglichkeiten ich neben meinem Berufsalltag realisieren kann. Ende September habe ich dann den Entschluss gefasst: Ich möchte eine Ausbildung zur Ernährungsberaterin machen. Und schwupps, nicht lange gefackelt, einfach aufs Bauchgefühl gehört und mich direkt angemeldet. Eigentlich hatte ich mir nach dem letzten Fernstudium gesagt „Nie wieder“ - aber gut, neue Motivation, neues Glück.

Inzwischen habe ich schon die erste Hausaufgabe erfolgreich mit einer 1 bestanden und bin beim zweiten Lernkapitel angekommen. Es macht super viel Spaß und ich bin froh, die Entscheidung getroffen zu haben. Mein Appell an alle: Hört mehr auf Euer Bauchgefühl und macht einfach!

Und das nächste Rezept kommt auch bald, versprochen!

Freitag, 29. August 2014

Mein Obst des Monats: Birnen! Birnen-Walnuss-Tarte für ichbacksmir

Ein kleiner Rückblick: Das Wochenende habe ich in der bezaubernden Heimat meiner lieben Freundin Conny verbracht: in Greifswald. Dank Meer und einem frischen Wind um die Nase war es fast wie zu Hause. Die zwei Tage waren einfach herrlich und wie immer verging das Wochenende natürlich viel zu schnell.

Nachdrücklich beeindruckt hat mich aber der Besuch bei der süßen Oma meiner Freundin. Ich selber habe leider meine Großeltern nie richtig kennen lernen können und bin daher immer ganz fasziniert vom Enkel-Großeltern-Verhältnis. Ein tolles Gut, das man wertschätzen sollte! Und obendrauf noch richtig klasse: Die Oma hatte einen wundervollen Obstgarten. Pickepacke voll mit Apfelbäumen, Pflaumenbäumen, Haselnuss-Sträuchern, Walnüssen und auch Birnen - für mich Stadtkind Naturkunde-Unterricht pur. Leider war das Obst noch nicht reif genug, wir konnten noch nichts pflücken. Aber definitiv ist ein weiterer Eintrag auf meinem imaginären Wunschzettel dazugekommen: Ich will auch einen Obstgarten! :-)

So, nun kommen wir aber mal zu der Ichbacksmir-Aktion für August. Das Thema ist Tarte, süße Tarte - und da ich diesen Monat Birnen absolut für mich entdeckt habe (dank Paleo und dem wunderschönen Obstbaum) liegt es nahe, dass ich mir für ichbacksmir eine Birnen-Tarte überlegt habe, gepeppt mit karamellisierte Walnüssen.



Folgende Zutaten müssen auf den Einkaufszettel: 
> 4 Birnen 
> 1 Eigelb
> 130 g Mehl
> 50 g Puderzucker 
> 3 EL Zucker
> 1 EL Zimt
> 100 gWalnüsse
> 70 g Butter (weich)
> 30 g Aprikosenkonfitüre
> halbe Zitrone


Und hier die Anleitung:
1. Butter, Puderzucker und eine Prise Salz mit dem Knethaken des Rührers verrühren. Eigelb und Mehl hinzugeben und zu einem schönen Teig kneten.
2. Teig in Klarsichtfolie einwickeln und für mind. 1 Stunde in den Kühlschrank verfrachten.
3. In der Wartezeit schon einmal die Birnen waschen, entkernen und in feine Spalten schneiden, mit Zitronensaft beträufeln sowie die Walnüsse zerhacken. Den Backofen jetzt auf 220 °C vorheizen.
4. Teig aus dem Kühlschrank holen und auf einer bemehlten Oberfläche (oder auf dem Ceranfeld) ausrollen, je nach Größe der Tarteform (in diesem Fall 26 cm Durchmesser), ab in die Form und mit der Gabel mehrmals einstechen.
5. Aprikosenkonfitüre auf den Teig verstreichen und Birnen darauf geben.
6. Zucker mit Zimt mischen und über die Birnen streuen und für rund 20-25 Minuten in den Ofen.
7. Zerhackte Walnüsse karamellisieren und auf der frischen Tarte verteilen. Genuss pur!



Dienstag, 19. August 2014

Rezept für Tarte au chocolat, nicht nur für Paleo-Anhänger!

Mehr als die Hälfte unserer Paleo-Challenge ist schon geschafft, der Countdown läuft bereits. Und die ersten Ergebnisse nach etwas mehr als zwei Wochen sind wirklich fantastisch:
> 3 kg Gewichtsverlust (wenn ich noch zwei mehr schaffe, bin ich mega happy!)
> keine Nachmittagsmüdigkeit mehr, ich fühle mich tagsüber super fit
> kein Völlegefühl / Blähbauch mehr
> ich schlafe tief und fest wie ein Baby. Bin ich sonst nachts ein- bis zweimal wach geworden, muss mich jetzt erst der Wecker aus dem Schlaf reißen.

Während es meinen Schatz sehr nach frischen Brötchen oder einem leckeren Nudelgericht gelüstet, macht mich der Schoko-Hunger zeitweise regelrecht wahnsinnig. Es ist wirklich erschreckend, was für eine psychologische Wirkung Schokolade bei mir auslöst. Gerade bei Stress wird die Lust auf "Trost-Schokolade" immer schlimmer.

Mit der Zeit werden wir aber bei Paleo experimentierfreudiger und wagen uns an eigene Gerichte. Am Wochenende haben wir daher mal Burgerbrötchen selber gemacht, nach einem Rezept aus "Paleo für Genießer". Die waren richtig lecker und durch den hohen Mandel-Nuss-Anteil auch super sättigend.


Nun habe ich es auch mit einer Tarte au chocolat probiert, um meinem Schoko-Jieper nach zu kommen.

Rezept für eine Tarte au chocolate
> 1 Ei
> 2 Eigelb
> 1 EL Kokosmehl
> 1 EL Kakaopulver
> 170 g gemahlene Mandeln
> 80 g gemahlene Walnüsse
> 1/2 EL Vanilleextrakt
> 2 EL Honig
> 1/2 EL Zimt
> 150 g dunkle, 70% Schokolade, ungesüßt (gibts im Bioladen, bspw. von Vivani)
> 200 ml ungesüßte Mandelmilch (aufgekocht, z. B. von Alpro)

1. Mandeln, Walnüsse, Ei und Kokosmehl miteinander vermengen und zu einem Teig kneten.
2. Tarteform (oder 4 kleine Tartelettes-Förmchen) mit Teig auslegen und für 10 Minuten im Backofen bei 180°C backen.
3. Mandelmilch aufkochen. Schokolade in kleine Stücke brechen und in eine Schüssel geben. Heiße Mandelmilch drübergeben und Schokolade schmelzen.
4. Vanilleextrakt, Eigelb, Honig und Zimt dazugeben und zu einer leckeren, cremigen Schokoladenmasse verrühren.
5. Schokoladenguss auf den gebackenen Tarteteig geben und ab für mindestens zwei Stunden in den Kühlschrank.



Wer mag, kann natürlich auch noch frische Birnen oder süße Beeren auf den Schokoladenguss verteilen. So, ich bin dann jetzt mal ne Runde schlemmen, tschüss!

Freitag, 8. August 2014

Der Anfang ist gemacht: Tag 5 der Paleo-Challenge & eine Buchrezension zu "Paleo Küche für Genießer" von Danielle Walker

Puh. Die erste Arbeitswoche mit Paleo ist geschafft und bisher fühlt es sich sehr gut an. Nun ja, abgesehen von gesteigerter Müdigkeit und Kopfschmerzen ... Das wird hoffentlich schnell besser.
Aber die Gerichte machen satt und ich komme gut durch den Tag - aber natürlich lässt sich der ein oder andere neidische Blick auf die Bonbons der Kollegen nicht vermeiden. Aber ich bin standhaft!

Doch Paleo bedeutet auch viel Organisation. Wann essen wir was, was können wir für morgen vorbereiten, wer muss heute noch einkaufen? So langsam spielen wir uns ein und kriegen ein Gefühl für die Ernährung. Ein kleiner Auszug aus unserem bisherigen Speiseplan:
> morgens: Obstsalat, Obstsalat, Obstsalat, Obstsalat
> mittags: Karotte-Kokos-Suppe, Frikadellen mit Gurke-Paprika-Salat, Entrecôte mit Karotte-Birnen-Salat, Currysuppe mit Hackbällchen
> abends: Lachs mit Gurken-Salsa, Rohkost und Obst, Currysuppe mit Hackbällchen, Ofen-Süßkartoffel
Und für Zwischendurch gabs Möhrchen, Gurke oder eine Banane.

Momentan arbeiten wir mit Rezepten, die wir online finden und wir haben auch das Buch von Nico Richter. Das ist absolut fantastisch und nicht nur die Gerichte sind oberlecker, sondern auch die "Schritt für Schritt-Anleitungen" machen die Zubereitung richtig einfach.

Noch mehr Inspiration - Kochbuch von Danielle Walker
Doch ein Kochbuch für 30 Tage reicht mir nicht, ich wollte noch mehr Inspiration. Also habe ich mir das Buch "Paleo Küche für Genießer" gekauft. Für alle, die auch an Paleo interessiert sind, oder auf der Suche nach neuen, alternativen Rezepten sind, kommt hier eine kleine Buchrezension dazu:


> Der Preis
Mit 25 EUR ist das Buch kein Schnäppchen. Allerdings ist es mit über 350 Seiten, 160 Rezepten und vielen Tipps & Tricks pickepackevoll und der Preis mehr als rechtfertigt.

> Die Aufmachung
Zuerst war ich etwas enttäuscht, dass das Buch kein Hardcover ist, aber es lässt sich trotz der Dicke gut durchblättern; das Papier hat ebenfalls eine tolle Haptik und wirkt hochwertig. Das Buch und die einzelnen Rezepte sind sehr schön gestaltet, immer wieder finden sich sehr anschauliche Illustrationen. Die Foodbilder machen richtig Lust aufs Nachkochen und sind sehr professionell geshootet.

> Das erste Durchblättern
Wir haben uns mit Post-its hingesetzt und direkt schon beim ersten Durchblättern viele viele Zettelchen für später reingeklebt. Die Einleitung und Hintergründe von der Autorin sind interessant erklärt und bieten noch einmal eine Menge Aufklärung über Paleo. Sie gibt Tipps zu speziellen Lebensmitteln wie Kokosmehl oder Mandelkleie.

> Die Rezepte
Los gehts mit dem Frühstück und hier komme ich bei Paleo an meine Grenzen: Frikadellen und Omelette mit Chorizo sind für mich morgens nicht das Wahre. Aber in die Heidelbeerwaffeln habe ich mich direkt verliebt und die gibt es gleich am Sonntag! Es folgen Rezepte zu Snacks, Suppen & Salaten, Hauptspeisen, Brot, Getränken - und dann kommt mein Lieblingsabschnitt: "Süße Versuchungen". Wie sehr freue ich mich, schon nach fünf Tagen, darauf, wieder in einen Muffin oder in ein Stück Kuchen zu beissen (hach, ich bin so schwach). Schokoladenkekse, Rosinenkekse, Pfefferminz-Schoko-Eis (sabber), all diese Köstlichkeiten bereitet Danielle Walker Paleo-gerecht auf.
Ebenfalls sehr praktisch: Die Rezepte sind mit einer Legende versehen und so finden auch Veganer oder Nussallergiker Leckeres für sich.

> Fazit
Mein Daumen geht hoch! Das Buch empfehle ich auch Nicht-Paleo-Anhänger, da es so viele, einfach umzusetzende Rezepte bietet, die eine schöne und vor allem gesunde Alternative sind. Wer Lust auf Experimente hat, ist mit diesem Kochbuch absolut richtig beraten!

Montag, 4. August 2014

Startschuss für die 30 Tage Paleo-Challenge!

Ab heute weht hier ein anderer Wind auf dem Blog, jawohl! Go, Go, Go! Nein, ich bin jetzt nicht durchgedreht - ich versuche mich nur selbst für meine 30 Tage Challenge zu motivieren. 30 Tage Paleo heißt die Aufgabe. 30 Tage kein Zucker, Brot, Nudeln, Reis, Käse, ... dafür jede Menge Obst, Gemüse, Fleisch, ... Paleo ist die Steinzeit-Diät. Es ist also alles erlaubt, was unsere Vorfahren gejagt und gesammelt haben. Wer sich näher informieren will, schaut einfach mal auf der Website vorbei. 

Warum Paleo?
Beim Stöbern in der Buchhandlung ist mein Freund auf das Kochbuch gestoßen und die Rezepte haben uns direkt angesprochen. Lecker! Und dass ich zu viel und zu maßlos nasche ist mir schon lange klar.  Die 3-4 Wohlfühl-Kilos, die in den letzten Monaten dazugekommen sind, beweisen es. Es geht mir um mehr Bewusstsein für Lebensmittel und eine gesunde Ernährung.



Am Freitag haben wir uns hingesetzt und einen Wochenplan für die nächsten fünf Tage aufgestellt. Was können wir gut vorkochen und mit zur Arbeit nehmen, wann ist wer abends verabredet und wie umgehen wir fiese Fallen? Ein langer Einkaufszettel und ein leckerer Wochenplan, der uns richtig Lust auf die Herausforderung gemacht hat, waren das Ergebnis.

So, und heute war der erste Tag. Auf dem Speiseplan stand morgens ein großer Obstsalat. Als Snack bis zum Mittag gab es für mich Radieschen, für den Mann Karotten. Die Mittagspause haben wir gemeinsam in unserer Agenturküche verbracht und die vorbereitete Karotten-Kokos-Suppe mit Mango gelöffelt, die ist super lecker! Und heute Abend gabs einen vietnamesischen Rindfleischsalat. Moment, das stimmt nicht ganz ... Leider ist das Rindfleisch bei uns im Tiefkühler gelandet und das Hackfleisch, das eigentlich für Mittwoch geplant war, im Kühlschrank. Also schnell improvisieren und statt Rindfleischsalat gab es Salat mit Frikadellen (natürlich ohne Brötchen oder Semmelbrösel). Geht doch. Fazit: Der erste Tag hat ganz gut geklappt. Doch aller Anfang ist leicht. Zur größten Herausforderung gehört für mich, nicht mehr mehrmals am Tag zu unserem Empfang zu gehen und Bonbons oder Lakritze zu mopsen, oder an der verführerischen Snackbox vorbeizukommen.

Ansonsten haben wir uns bewusst für die kommenden 30 Tage entschieden. Denn in dieser Zeit stehen keine Hochzeiten, Taufen o.Ä. an. Und pünktlich zur Feier meines 30. Geburtstags sind die 30 Tage dann vorbei. Nun gilt es nur einen anderen Geburtstag einer lieben Freundin zu überstehen, einen Kundentermin in der Schweiz sowie ein Wochenende mit meiner Freundin Conny bei ihren Eltern in Greifswald.


Damit ihr aber nicht nur 30 Tage lang meine Motivationsreden oder mein Gemecker anhören müsst, versuche ich auch mal das ein oder andere Paleo-Gericht mit norddeutscher oder Schweizer Note zu versehen und hier auch mal ein Rezept zu posten. Also drückt mir die Daumen, dass ich das gut durchhalte :-) 

Freitag, 1. August 2014

Heute wird gefeiert! Rezept für den Schweizer Rüebli-Kuchen zum Nationalfeiertag!

Seit einer Woche ist der Urlaub nun schon vorbei und der Alltag hat uns zurück. Ich finde es immer wieder erschreckend, wie schnell man zurück im täglichen Rhythmus und der Urlaub fast vergessen ist. Doch ich erwische mich bei Tagträumen immer wieder mit den Gedanken in der Schweiz. Umso schöner, dass ich mit Tagen wie heute, dem Nationalfeiertag in der Schweiz, einen perfekten Anlass habe, um zumindest gedanklich & geschmacklich in die Schweiz abtauchen zu können.

Schon im Urlaub haben wir in jedem Lädchen Wimpel, Fahnen, Girlanden und sonstigen Schnickschnack für die Feiertags-Deko gefunden. Von mir gibts zum Fest einen Klassiker, etwas typisch Schwiezerisches: einen Rüebli-Kuchen. Ich liebe diesen Kuchen, denn durch die feinen Möhrenschnipselchen ist er super saftig und oberfluffig. Und abgesehen vom Möhrenreiben (das übernimmt zum Glück mein Frollein KitchenAid für mich) ist der Kuchen auch null aufwendig.

Die Zutaten (für eine Springform):
> 250 g Möhren
> 6 Eier
> 2 TL Backpulver
> 50 g Mehl
> 250 g gemahlene Mandeln
> 160 g Zucker
> wer mag: ein Schuss Kirschwasser
> Marzipanmöhren für die Deko
> 1 Zitrone und 250 g Puderzucker für den Zuckerguss


Die Anleitung (Zubereitungszeit rund 30 Minuten plus 40 Minuten Backzeit):
1. Mit einem kleinen Workout starten und Möhren schälen und sehr fein reiben.
2. Eier trennen und Eiweiß steif schlagen. Nach und nach den Zucker dazugeben.
3. Die Eigelbe eins nach dem anderen zur Eiweißmasse geben und unterziehen.
4. Backofen auf 180 °C (Ober- und Unterhitze) vorheizen.
5. Mandeln, Mehl und Backpulver mischen und mit einem Schneebesen unter die Eimasse heben.
6. Geriebene Möhren zur Masse geben und den Teig in die Springform (am besten mit Backpapier auslegen) füllen.
7. Für rund 40 Minuten auf mittlerer Schiene ab in den Ofen.
8. Den Kuchen idealerweise über Nacht (oder mindestens 1,5 Stunden) abkühlen lassen. Dann Puderzucker mit Zitronensaft mischen, verrühren und den Zuckerguss über den Kuchen geben. Solange der Guss noch feucht ist, die Marzipanmöhren dekorieren.

Um mal etwas anderes auf den Bildern zu sehen, als "normale Tortenstücke", habe ich mit einem Glas kleine runde Stücke ausgestochen - ist auch gleich viel handlicher zum essen und schwupps im Mund :-)


Montag, 21. Juli 2014

Da wo der Pfeffer wächst - Pepe aus dem Valle Maggia

Ich unterbreche für einen kurzen Werbeblock, denn diesen Pfeffer muss ich Euch einfach vorstellen. In mehreren Läden und Tourishops hier im Tessin habe ich den Pfeffer aus dem Maggiatal schon entdeckt und immer wieder in der Hand gehabt. Im Souvenirshop wollte ich ihn aber nicht kaufen, ich wollte direkt an die "Quelle".


Also haben wir heute Vormittag kurzer Hand einen kleinen Ausflug nach Bignasco in das Maggiatal gemacht (hier waren wir ja letzte Woche schon, als wir oben auf Robiei waren).



In einem verwunschenen alten Steinhaus direkt an der Straße liegt das "Artigianato Punto Verde" und hier wird der Pfeffer mit seiner speziellen Würze versehen. Die Mischung besteht aus gehackten schwarzen Pfefferkörnern, Weisswein, Grappa von der Americanotraube (im Übrigen auch eine Spezialität des Tessins) und Gewürzen. Würzen kann man mit dem Pepe Valle Maggia vieles: Fleisch, Fisch, Gemüse, Reis oder Salat. Der Pfeffer ist sicherlich das Zugpferd dieses Lädchens, es gibt aber noch reichlich mehr zu entdecken: Handwerk, Geschirr, Honig, Seifen und Salben, Liköre und Weine oder frische Wurst und natürlich Käse. 




Von Ascona braucht man mit dem Auto in das hintere Maggiatal nach Bignasco rund eine halbe Stunde - ein Weg, der sich absolut lohnt: sowohl um für die eigene Küche Neues zu entdecken, als auch ein paar Mitbringsel zu ergattern. 

Samstag, 19. Juli 2014

Schwiezer Schätz #3 - das Tessin!

Wer mir auf Instagram folgt, hat es ja schon mitbekommen: Seit einer Woche geniessen wir im super-sonnigen Tessin unseren Sommerurlaub (ich schreibe auf einer Schweizer Tastatur, daher müsst ihr euch das "sz" an den richtigen Stellen bitte einfach denken ;-)). Inzwischen ist Halbzeit und damit der Moment für einen ersten Zwischenbericht.

Dank der Schwiegereltern können wir hier in Losone (nur etwa zehn Minuten zu Fuss von Ascona entfernt) zwei Wochen verbringen und Energie tanken. Als Nordlicht ist diese ganze Berg- und Seewelt etwas vollkommen Neues für mich und immer wieder spannend zu erleben. Und auch kulinarisch fasziniert mich der Kanton - so sehr, dass ich mir erstmal ein Tessiner Kochbuch kaufen musste. Hoffentlich bekomme ich denn auch alle Zutaten für die Gerichte im hohen Norden ...

Inzwischen bin ich zwar schon das dritte Mal hier, aber neue Täler, Berge oder kleine Dörfer wollen immer noch entdeckt werden. Monte Comino, Monte Tamaro, Vallemaggia, Robiei oder Bellinzona standen schon auf unserem Ausflugsplan. Die Wanderungen auf dem Monte Comino oder auch auf Robiei waren eher aus der Kategorie "Kindergarten", die Kletterei auf dem Monte Tamaro dann schon anspruchsvoller - danach habe ich wieder einmal Muskeln gespürt, von denen ich nicht wusste, dass es sie gibt.

Neben der Küche und der Natur haben es mir vor allem die kleinen Dörfer mit den typischen windschiefen Steinhäuschen richtig angetan und ich würde direkt in eines einziehen.




Die Fahrten mit den Seilbahnen hinauf auf die Berge sind allerdings nicht wirklich etwas für mich. Früher haben mir Achterbahnen, Loopings und Co. nichts ausgemacht, aber je älter ich werde, desto schlimmer wird es mit der Höhenangst. Aber die Aussichten auf die Täler, Stauseen und über die Gipfel waren die mulmigen Minuten vorher bisher immer wert.




Auf dem Monte Tamaro haben wir uns übrigens die zweite Kirche vom Schweizer Architekten Mario Botta angeschaut; verrückt, was er so in die Landschaften zaubert. Die Bergkirche in Mogno hatte uns bereits im letzten Herbst fasziniert.


Das soll es mit den ersten Impressionen zur Halbzeit erstmal gewesen sein. Ich muss jetzt noch ein bisschen kreischen üben, denn heute Abend geht es zum OpenAir nach Locarno, Sunrise Avenue mit Samuuuuu treten auf - beste Urlaubsüberraschung vom Schatz!


Montag, 7. Juli 2014

Rezept am Montag: Mamas Marmorkuchen

Momentan steht alles im Zeichen des Urlaubs: meine Eltern sind gerade aus dem Menorca-Urlaub zurück und für uns geht es nächste Woche endlich, endlich, endlich in den Urlaub in die Schweiz. Damit wir von meinen Eltern nicht nur die Urlaubsmitbringsel in Empfang nehmen, sondern sie vor unserem Urlaub auch noch einmal drücken konnten, haben wir das Wochenende mal wieder in Kiel verbracht. Herrlich wars! Am Sonntagmorgen (pünktlich um Acht) war ich mit meiner Freundin Anni auf dem Flohmarkt in der Innenstadt - wie mir doch das Herz aufgegangen ist, als eine Stunde später die Stena Line eingefahren ist, das ist für mich Heimat! <3

Heimat und "Zuhause-Gefühl" ist für mich auch absolut Mamas Marmorkuchen. Da mein Freund den ebenfalls so sehr mag, backt meine Mama jetzt schon immer regelmäßig einen kleinen Gugelhupf für den lieben Schwiegersohn (ein Stück ist für mich aber auch drin :-)). Und auch dieses Wochenende war es wieder soweit und wir konnten einen saftigen Marmorkuchen mit nach Hause nehmen. Für alle, die bei Marmorkuchen nicht "gääähn, das ist doch ein total öder Kuchen" denken, sondern denen es wie mir geht und schon das Wasser im Mund zusammen läuft, kommt hier das Mama Fedder-Rezept:


Für einen Gugl braucht ihr:
> 1 Vanilleschote
> 200 g weiche Butter
> 180 g Zucker
> 4 Eier
> 2 EL Rum
> 350 g Mehl
> 20 g Weinsteinpulver
> 200 g Schlagsahne
> 100 g dunkle Schokolade

Und so geht's:
1. Form fetten und Backofen auf 180° C vorheizen.
2. Mark der Vanilleschote auskratzen und zusammen mit der Butter und Zucker cremig rühren.
3. 4 Eier nach und nach dazugeben, dann den Rum.
4. Mehl und Weinsteinpulver mischen und zur Teigmasse geben. Als Letztes die Schlagsahne dazu.
5. Teig in zwei gleich große Portionen aufteilen und einen Teil bereits in die Form geben.
6. Schokolade über dem Wasserbad schmelzen und zum zweiten Teil des Teigs geben.
7. Dunklen Teig in die Form geben und mit einer Gabel spiralförmig durch den Teig ziehen.
8. Für etwa 1-1 1/4h ab in den Backofen. Achtung: der Kuchen wird schnell braun, also rechtzeitig mit Alufolie abdecken.

Die kleinen Servietten auf dem Bild sind übrigens von Artebene - ich habe nämlich einen klitzekleinen *hüstel* Serviettentick und kann einfach nicht an ihnen vorbeilaufen ...

Mittwoch, 2. Juli 2014

Kleines Gastgeschenk fürs Frühstück: Quark-Öl-Brötchen

Über diese kleinen, süßen Brötchen habe ich schon kurz einmal berichtet. Das Rezept hatte ich Euch damals allerdings verschwiegen und nur auf Instagram einen Schnappschuss für meine heisshungrige liebe Kollegin Paula gemacht. Am Wochenende stand nun ein kurzer Besuch in Lübeck an und als essbares Gastgeschenk habe ich einen Brotkorb (ein kleiner Korb, der noch von einem Osternest übrig war ;)) mit frischen Quark-Öl-Teilchen und Bonne Maman-Marmelädchen (die Minis gibt es bei Butlers oder bspw. auch im Rewe) bepackt. Wie ich finde, eine perfekte zackzack Idee für ein leckeres Gastgeschenk - und auch der kleine Sohnemann der Freundin hat die Brötchen zufrieden mampfend verputzt :-)


Zutaten für 16 Brötchen
> 250 g Magerquark
> 1 Ei
> 8 El Speiseöl
> 6 El Milch
> 90 g Rosinen
> 100 g Zucker
> 1 Pk Backpulver
> 400 g Mehl
> 1 Pk Vanillezucker
> 1 Eigelb

Die Zubereitung ist schnell erklärt:
1. Alle Zutaten (mit Ausnahme des Eigelbs) nacheinander in einer Schüssel vermengen und zu einem geschmeidigen Teig rühren.
2. Aus dem Teig kleine Brötchen formen (Größe je nach Belieben) und auf ein Backblech geben.
3. Mit Eigelb bestreichen und bei rund 175 Grad 20 Minuten backen.

Wer kein Freund von Rosinen ist, kann natürlich auch Cranberries, Nüsse oder auch Schokolade nehmen - einfach mal ausprobieren!

Donnerstag, 26. Juni 2014

#ichbacksmir im Juni: schokoladiger Mississippi Cake

Ein schönes Thema hat sich sie die Clara von tastesheriff hier mal wieder ausgedacht! Für die Juli-Ausgabe von #ichbacksmir sind Familienrezepte gefragt.

Bei uns gehört auf jede Kaffeetafel, zu jedem Geburtstag immer Mamas weltbeste Schwarzwälder Kirschtorte. Tja, die würde ich auch sehr gerne nachbacken, aber meine Eltern genießen gerade die menorcinische Sonne. Also muss eine Alternative hier.

Schwups, den Schatz gefragt, was denn sein absoluter Kindheitserinnerungskuchen ist. Und bei der Antwort musste ich dreimal nachfragen "Mississippi was?" Na das klingt ja nicht sehr schweizerisch. Den Mississipi Cake hat mein Schatz immer mit seiner Nana gebacken. Also mal schauen, ob meine Version annähernd so gut wird. Die größte Hürde: in den Kuchen kommen Schokostängli, tja, und finde in deutschen Supermärkten mal etwas Vergleichbares. Im Original wären es bspw. Stangen von Minor oder Munz, wir haben nun Schokoladenriegel von Rewe Feine Welt genommen.

Zutaten (für eine Kastenform, 30cm):
> 175 g Butter (rechtzeitig vorher aus dem Kühlschrank holen)
> 250 g Zucker
> 1 TL Vanillezucker
> 1 Prise Salz
> 4 Eier
> 50 g Backkakao
> 50 g Ovomaltine
> 250 g Mehl
> 1 TL Backpulver
> 3 EL Milch
> 6 Schokostangen

1. Backofen auf 180°C vorheizen.
2. Butter, Vanillezucker und Zucker sowie Salz cremig aufschlagen.
3. Die 4 Eier nach und nach dazu geben.
4. Backkakao und Ovomaltine vermischen und ebenfalls in die Masse geben.
5. Backpulver und Mehl vermengen und langsam zum Kuchenteig geben.
6. Milch so lange dazu geben, bis eine schöne einheitliche Masse erreicht.
7. Eine Kastenform mit Backpapier auslegen und 1/3 des Teiges hineingeben. Drei Schokostangen auf dem Teig verteilen.
8. Nächstes Drittel des Teiges in die Form geben und wieder Schokostangen hineinlegen. Letzten Teigrest oben drauf geben und für rund 65 Minuten in den Backofen.


Eigentlich sollte man die einzelnen Schokoladenriegel noch viel besser sehen ... keine Ahnung, wo sie sich versteckt haben. Dem Geschmack tut das aber keinen Abbruch. Mein Testurteil: ein richtiger lecker-lockerer Schokokuchen! Yummi! 

Montag, 23. Juni 2014

Kiek mol wedder in: Rezept für frische Buttermilchsuppe

Nach dem frischen Dessert in der vergangenen Woche, lege ich direkt noch mal eins nach. Außerdem habe ich die Hoffnung an den Sommer noch nicht aufgegeben und poste jetzt einfach so lange Sommerspeisen, bis das Thermometer wieder nach oben klettert :-)

Heute geht es um ein eigentliches "Arme-Leute-Essen": Buttermilch-Suppe. Oder wie der Norddeutsche sagt: "Boddermelk supp". Neben Kakao (ich bin leider absolut Kakao-süchtig) zählt Buttermilch zu meinen liebsten Frühstücksdrinks. Die Idee, daraus eine Suppe machen, finde ich fantastisch :)

Für 2 Personen braucht ihr:
> 500 ml Buttermilch
> 125 ml Milch
> 1 EL Mehl
> Zitronenschale von einer halben Zitrone
> 1 Prise Salz
> 15 g Puddingpulver (Vanille)
> etwas Zucker

Die Zubereitung geht ganz fix:
1. Alle Zutaten (bis auf Puddingpulver und Zucker) miteinander in einem Topf verrühren und aufkochen.
2. Mit Puddingpulver andicken und mit Zucker abschmecken.
3. Schon fertig :) Allerdings sind der Phantasie hier natürlich keine Grenzen gesetzt. Wer mag, kann noch Obst, Rosinen, Grießklößchen oder oder oder hinzugeben. Mir reicht heute mal die pure Variante, es ist ja schließlich Montag, da wollen wir mal ruhig in die Woche starten!

Samstag, 14. Juni 2014

Mädchenröte, errötende Jungfrau - fruchtiges Dessert zum Sommerwochenende

Mit Desserts und Gelatine stehe ich ja ein bisschen auf Kriegsfuß. Ich habe einfach keine Geduld und so misslingen mir häufig Nachspeisen. Mein schlimmstes Gelatine-Malheur ist mir in der Schweiz passiert. Als Dank an die Schwiegereltern für einen fantastischen Urlaub wollte ich einen Limetten-Kuchen backen. Ich behaupte, es lag an der Höhe oder dem Schweizer Joghurt, auf jeden Fall ist der Kuchen nicht fest geworden, sondern auf der Kaffeetafel in alle Richtungen verlaufen. Wir konnten zwar drüber lachen, aber ich werde immer noch rot, wenn ich an das Missgeschick denke ... A propros "rot werden", welche wunderbare Überleitung zu meinem heutigen Dessert-Tipp mit wirklicher Geling-Garantie :-) Falls ihr also noch für heute Abend eine ruckzuck Nachspeise braucht, bitteschön: Die typisch norddeutsche Nachspeise "errötende Jungfrau" hat viele Namen, aber es gibt nur einen Ausruf, um sie zu beschreiben: "Hmmm, lecker" :-)

Für 2 (große) Portionen 
> 125 ml schwarzer Johannisbeersaft (probiert ihn vorher, wie sauer er ist und gebt sonst ggfs. noch etwas mehr Zucker dazu, ganz nach Geschmack)
  • > 125 g Zucker
  • > 2 Eiweiß
  • > 3 Blatt weiße Gelatine
  • Und dazu: Vanillesauce 






Schritt für Schritt zum Sommer-Dessert: 
1. Eigelb vom Eiweiß trennen (falls ihr die Vanillesauce selber machen möchtet, könnt ihr das Eigelb dafür verwenden.). 
2. Johannisbeersaft, Zucker und Eiweiß in eine Schüssel geben und schaumig schlagen. 
3. Gelatine rund 5 Minuten in kaltem Wasser einweichen, anschließend ausdrücken und in 2 El kochendem Wasser auflösen. 
4. Die Gelatine unter die Creme geben und nochmal cremig schlagen, anschließend im Kühlschrank fest werden lassen (3 Stunden sollten es schon sein). 

Dazu gibts Vanillesauce. Die kann man natürlich selbermachen, ich liebe dafür aber einfach zu sehr die dänische Vanillecreme von Matilde. Für mich ist die Sauce, vor allem aber auch der super schokoladige Kakao, die ultimative Kindheitserinnerung und ruft mir die schönsten Dänemarkurlaube mit meiner liebsten Freundin Anni in Erinnerung.



Am meisten bin ich ja begeistert, wie super fluffig die Creme geworden ist - ich gönn mir direkt noch n Löffelchen :) Habt ein feines Sommer-Wochenende! 


Montag, 9. Juni 2014

"Ich wollte schon immer mal ..." - heute mit (nicht) lilafarbenen Mini-Guglhupfs

... eine neue Blog-Kategorie ins Leben rufen. Und mich somit motivieren, Dinge zu machen, die schon lange in meinem Kopf herum schwirren, den Weg nach draußen aber nie geschafft haben. Natürlich soll das Ganze schon einen Food-Bezug haben. Ich denke da zum Beispiel an: "Ich wollte schon immer mal eine Ombre-Torte backen", oder "Ich wollte schon immer mal Macarons selber machen", oder, oder, oder ...

Als kleine Aufwärmübung wollte ich heute mit poppig-lilafarbenen Mini-Guglhupfs starten. Ich dachte, Heidelbeeren würden mir dabei helfen und sich in ihrer schönsten Farbe präsentieren. Nix da. Nix lila. Pffft. Ich bin mir nicht sicher, ob es mit Erdbeeren, Himbeeren oder anderen Früchten klappt. Vielleicht hilft dann doch nur der Griff zur Lebensmittelfarbe ... Da die kleinen Hupfis aber trotzdem ganz lecker sind, kommt hier das Rezept:


Zutaten für 20 Mini-Guglhupfs:
> 1 Ei
> 1 Pk. Vanillezucker
> 30 ml Speiseöl
> 100 ml Milch
> 80 g Zucker
> 1 Prise Salz
> 130 g Mehl
> 1/2 TL Backpulver
> 2 EL Heidelbeeren (oder welche Frucht ihr mögt)

Und was ist zu tun?
1. Backofen auf 200 ° C vorheizen.
2. Heidelbeeren zur Milch geben und fein pürieren.
3. Ei mit Öl, Zucker, Vanillezucker, Salz und der Heidelbeer-Milch mit einem Schneebesen verrühren.
4. Mehl mit Backpulver mischen und unter den Teig geben.
5. In die Mini-Guglhupf-Form geben und rund 10 Minuten backen.
6. Die Farbe ignorieren und trotzdem schmecken lassen :-)

Mal schauen, was das nächste Experiment wird und ob es besser klappt ...